Ernährung bei Parodontitis: So unterstützen Sie Therapie und Heilung mit dem richtigen Essen

Eine Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates. Die Folge sind Zahnfleischbluten und ein Rückgang des Zahnfleisches sowie – im Ernstfall – Zahnverlust. Was viele Menschen nicht wissen: Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit des Zahnfleisches und damit auch auf die Behandlung einer Parodontitis. Mit der richtigen Auswahl von Lebensmitteln können die Entzündungen im Mund deutlich reduziert, die Heilung gefördert und die Mundflora positiv beeinflusst werden. Wir sagen Ihnen, welche Lebensmittel sich besonders gut eignen, welche Nährstoffe entscheidend sind und welche Gerichte Ihre Mundgesundheit fördern.

Die Ernährung ist entscheidend bei der Bekämpfung einer Parodontitis. Zum einen können bestimmte Nährstoffe die Gesundheit fördern, zum anderen können insbesondere zuckerhaltige Lebensmittel das Wachstum von schädlichen Bakterien verstärken und so die Entzündungen verschlimmern. Auch stark verarbeitete Produkte wie Weißmehl, Alkohol oder Nikotin können entzündungsfördernd wirken und das Zahnfleisch anfälliger machen. Mit einer entzündungshemmenden Ernährung unterstützen Sie das Immunsystem, stabilisieren das Zahnfleisch und fördern die Regeneration.

Welche Nährstoffe sind für gesundes Zahnfleisch wichtig?

  • Vitamin C: Vitamin C ist entscheidend für die Bildung von Kollagen. Dieses sorgt dafür, dass das Zahnfleisch elastisch und fest bleibt. Außerdem stärkt es das Immunsystem und hemmt Entzündungen. Vor allem Zitrusfrüchte, Paprika, Brokkoli, Kiwis und Erdbeeren sind eine gute Quelle für Vitamin C.
  • Vitamin D: Vitamin D ist entzündungshemmend und unterstützt das Immunsystem. Es fördert die Aufnahme von Calcium, welches wichtig für die Knochen ist. Vitamin D ist vor allem in fettreichem Fisch wie Lachs oder Makrele enthalten, aber auch in Eiern oder angereicherten Milchprodukten. Es kann auch vom Körper selbst durch regelmäßige Sonneneinstrahlung gebildet werden.
  • Vitamin K2: Dieser Stoff sorgt dafür, dass Calcium in die Knochen eingebaut wird und ist damit auch wichtig für stabile Zähne. Natto, Hartkäse und Eigelb sind gute Quellen für K2.
  • Omega-3-Fettsäuren: Diese Nährstoffe wirken stark entzündungshemmend und können Entzündungen im Zahnfleisch reduzieren. Sie sind ebenfalls in fettem Fisch, aber auch in Leinsamen, Chia-Samen oder Walnüssen enthalten.
  • Calcium & Magnesium: Beide Stoffe sind wichtig für gesunde Zähne und starke Knochen. Sie sind in Milchprodukten, grünem Gemüse wie Spinat, Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten.
  • Antioxidantien: Diese Stoffe schützen Zellen vor freien Radikalen. Sie sind in vielen Beeren, grünem Tee, Kurkuma und dunkler Schokolade enthalten.

Auf Ernährung achten und Gesundheit fördern

Wichtig ist natürlich auch, welche Lebensmittel vermieden werden sollten. Dazu zählen vor allem zuckerhaltige Snacks und Getränke, Weißmehlprodukte, stark verarbeitete Lebensmittel sowie Alkohol und Nikotin. Denn diese fördern nicht nur Karies, sondern verlangsamen auch die Verheilung des Zahnfleisches. Dies verzögert langfristig den Verheilungsprozess.

Eine gesunde Ernährung muss nicht kompliziert sein. Versuchen Sie, viel Obst und Gemüse in den Speiseplan einzubauen, idealerweise in allen Farben, um ein breites Spektrum verschiedener Vitamine und Antioxidantien abzudecken. Fetter Fisch sollte zwei- bis dreimal die Woche auf den Teller, Nüsse und Samen sind der ideale Snack für zwischendurch. Anstatt zuckerhaltiger Getränke nehmen Sie am besten Wasser oder ungesüßten Tee zu sich. Achten Sie außerdem auf die Mundhygiene nach Mahlzeiten, um die Bildung von Plaque zu reduzieren. So können Sie etwa 30 Minuten nach der Mahlzeit Zähne putzen.

Beispielgerichte für jeden Tag

Frühstück

  • Haferbrei mit Beeren & Leinsamen
  • Grüner Smoothie (Spinat, Kiwi, Banane, Joghurt)
  • Rührei mit Paprika & Tomaten

Mittagessen

  • Gegrillter Lachs mit Brokkoli & Quinoa
  • Hühnchen-Gemüse-Pfanne mit Kurkuma
  • Linsensuppe mit Karotten & Sellerie

Abendessen

  • Ofengemüse mit Kräuterquark
  • Gedünsteter Kabeljau mit Spinat & Vollkornreis
  • Gemüsecurry mit Kokosmilch & Kichererbsen

Snacks

  • Gemüse-Sticks (Karotten, Gurken, Paprika)
  • Nüsse (Mandeln, Walnüsse)
  • Naturjoghurt mit Chiasamen
  • Beeren oder Kiwi

Ernährung für Parodontitis-Erkrankte: Wir helfen gerne!

Sie sind an Parodontitis erkrankt und möchten wissen, wie Sie den Verheilungsprozess unterstützen können? In unserer Praxis in Friedrichsdorf sind wir gerne für Sie da. Wir nehmen die Behandlung vor und geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Mundgesundheit fördern können. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!