Karies früh erkennen: Diese Warnsignale sollten Sie nicht ignorieren

Karies macht sich erst einmal nicht bemerkbar. Kein Schmerz, kein Wackeln, kein sichtbares Loch – und trotzdem zerstört sie den Zahn von innen. Genau das ist das Problem. Wer wartet, bis es wehtut, wartet oft zu lange. Daher ist es wichtig, die genauen Anzeichen für Karies zu erkennen und frühzeitig einen Zahnarzt aufzusuchen.

Wie kommt es überhaupt zu Karies?

Viele Menschen denken, dass Karies mit einem Loch beginnt. Das stimmt aber nicht. Die wahre Ursache von Karies sind Bakterien. Diese kommen im Mund natürlich vor. Dort bauen sie etwa aus Essensresten und Zahnbelag Zucker ab. So entsteht eine schädliche Säure, die den Zahnschmelz angreift. Das alles findet auch jeden Tag in gesunden Mündern statt, schädlich wird es erst, wenn tiefergehende Schichten des Zahnschmelzes geschädigt werden.

Zu Beginn kann man noch gegensteuern. So kann der Körper den Zahnschmelz mit Fluoriden und Speichel remineralisieren. Wenn die Karies aber erstmal bis ins Dentin – also die weiche Zahnschicht unter dem Schmelz – durchgedrungen ist, ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Ohne diese kann sich der Nerv selbst entzünden. Anstatt einer Füllung kann also eventuell eine viel umfangreichere Wurzelkanalbehandlung notwendig werden. Daher lautet bei Karies immer die Devise: Früherkennung ist entscheidend, um eine schwerere Erkrankung zu verhindern.

Die frühen Warnsignale – was Sie selbst bemerken können

Es gibt Anzeichen, die Sie selbst wahrnehmen können – wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen.

Weiß-kreidige Flecken auf dem Zahn sind oft das erste sichtbare Zeichen. Das bedeutet, dass der Zahnschmelz Mineralien verliert. Auch Verfärbungen in Braun oder Schwarz können Anzeichen für Karies sein – müssen es aber nicht. Hier sollte sich ein Zahnarzt die Verfärbungen anschauen, da es sich dabei auch um Ablagerungen oder Verfärbungen durch Kaffee und Tee handeln kann.

Empfindlichkeit bezüglich Kälte oder Süßem ist ein weiteres Signal. Wer beim Trinken von kaltem Wasser kurz zuckt oder beim Essen von Schokolade ein Ziehen spürt, sollte das nicht ignorieren. Diese Symptome sind Anzeichen dafür, dass der Zahnschmelz dünner wird oder feine Risse entstehen.

Sichtbare Grübchen oder Einbuchtungen – besonders auf den Kauflächen der Backenzähne – können auf ein Loch hindeuten. Mit einem Spiegel und guter Beleuchtung lässt sich das manchmal erkennen.

Sie sehen: Die Symptome sind leider nicht immer eindeutig. Und das ist das eigentliche Problem.

Karies, die man nicht sieht – warum der Zahnarzt unersetzlich bleibt

Ein großer Teil der Karies entsteht genau dort, wo er schwer zu sehen ist: zwischen den Zähnen. Dies liegt daran, dass sich dort besonders gerne Ablagerungen bilden, die dann zu Karies führen. Selbst durch geschultes Personal lässt sich diese Karies mit dem Auge schwer erkennen. Dagegen hilft ein Röntgenbild.

Dies ist auch einer der Gründe, weshalb regelmäßige Untersuchungen beim Zahnarzt so wichtig sind: Sie sind kein Pflichtprogramm, sondern eine Vorsorge für gesunde Zähne. Wenn Patienten zweimal im Jahr zum Zahnarzt gehen, wird die Karies im Regelfall so früh erkannt, dass schwerwiegende Folgen ausgeschlossen werden können.

Dabei ist es wichtig, dass die Kontrollen auch dann durchgeführt werden, wenn es keine Beschwerden gibt. Denn das alte Sprichwort „Keine Beschwerden, kein Problem“ gilt bei Karies nicht. Karies verursacht erst sehr spät Schmerzen, dann ist die Behandlung jedoch viel aufwendiger.

Was tun, wenn Sie etwas bemerken?

Nicht abwarten. Das ist die kurze Antwort. Wenn Sie eine Verfärbung der Zähne bemerken oder das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt, sollten Sie einen Termin beim Zahnarzt vereinbaren. Desto früher ein Befund behandelt wird, desto kleiner wird die Füllung, desto kürzer die Behandlung und desto besser das Ergebnis. Wird Karies zu spät behandelt, kann sogar Zahnverlust die Folge sein. Dies gilt es zu vermeiden.

In der Zahnarztpraxis WHITEART in Friedrichsdorf nehmen wir uns für die Diagnose Zeit. Wir schauen nicht nur nach offensichtlichen Löchern, sondern prüfen auch die Zwischenräume – und erklären Ihnen, was wir sehen. Vereinbaren Sie doch gerne einen Termin bei uns!