Zahnarztangst überwinden: Ursachen, Hintergründe und wirksame Strategien

Viele Menschen fürchten sich vor dem Besuch beim Zahnarzt. Schon beim Gedanken an den nächsten Termin beginnen sie zu schwitzen und das Herz schlägt schneller. Das Warten im Wartezimmer wird zur Qual und vielleicht werden sogar Termine immer wieder verschoben. Die Folgen sind nicht nur psychischer Stress, sondern können auch zahnmedizinische Probleme sein, wenn Termine nicht wahrgenommen werden. Wenn Sie sich hier wiedererkennen: Sie sind nicht allein! Und es gibt auch eine gute Nachricht: Man kann etwas dagegen tun.

Wie verbreitet ist Zahnarztangst wirklich?

Fast zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland kennen ein gewisses Unbehagen vor der Zahnbehandlung. Bei etwa 5 bis 10 Prozent geht diese Angst so weit, dass sie den Praxisbesuch tatsächlich verhindert oder sich massiv auf diesen auswirkt. Das zeigt die S3-Leitlinie „Zahnbehandlungsangst beim Erwachsenen“ der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Zahnarztangst ist damit kein Randphänomen, sondern ein anerkanntes und gut erforschtes Thema.

Woher kommt Zahnarztangst überhaupt?

  • Frühere Erfahrungen. Viele Betroffene erinnern sich an eine schmerzhafte oder unangenehme Behandlung – oft aus der Kindheit. Das Gehirn speichert diese Erfahrung als negativ und sendet Warnsignale aus. Beim nächsten Termin ist die Anspannung sofort wieder da, selbst wenn objektiv gar keine Gefahr besteht. Häufig bleibt die Angst sogar bei einem Wechsel des Zahnarztes erhalten und in vielen Fällen bleibt sie ein Leben lang.
  • Gelerntes Verhalten. Kinder übernehmen viel von ihren Eltern. Dazu zählen auch Ängste. Dies kann dazu führen, dass eine Zahnarztangst komplett ohne eigene Erfahrungen entsteht. Daher ist es wichtig, dass Kinder positiv mit dem Thema Zahnheilkunde in Berührung kommen.
  • Persönliche Veranlagung. Manche Menschen empfinden Anspannung grundsätzlich intensiver als andere. Eine niedrigere Schmerztoleranz oder eine höhere allgemeine Ängstlichkeit können die Zahnarztangst zusätzlich verstärken.

Meist wirken diese drei Faktoren zusammen. Es gibt selten die eine Ursache. Es kann daher sinnvoll sein, die Ursache der eigenen Angst zu hinterfragen und diese auch dem Zahnarzt mitzuteilen. So kann die Behandlung angepasst werden.

Der Teufelskreis der Vermeidung

Angst führt zu Vermeidung. Vermeidung führt zu unbehandelten Problemen. Unbehandelte Probleme führen zu größeren, oft auch schmerzhafteren Eingriffen. Und genau das verstärkt die Angst vor dem nächsten Termin wieder. Dieser Kreislauf ist der Hauptgrund dafür, dass sich die Angst vor dem Zahnarztbesuch bei so vielen Menschen lange hält. Der Ausweg ist klar: ein Besuch beim Zahnarzt. Dabei muss gar keine Behandlung erfolgen, wir nehmen uns Zeit, um Ihnen zuzuhören und Ihre Sorgen zu verstehen. So bauen wir langsam Vertrauen auf, um die Angst Schritt für Schritt zu reduzieren, bis Sie sich irgendwann bereit für eine Behandlung fühlen.

Was Sie zu Hause tun können

Ein paar einfache Vorbereitungen nehmen Ihnen vor dem Termin Druck:

  • Atmen Sie bewusst. Vier Sekunden einatmen, sechs Sekunden ausatmen. Längeres Ausatmen beruhigt den Körper und senkt damit den Stress.
  • Wählen Sie den Termin bewusst. Ein früher Vormittagstermin bedeutet weniger Zeit zum Grübeln als ein Termin am späten Nachmittag. Planen Sie auch danach eine Belohnung ein, etwa einen guten Kaffee oder etwas Besonderes zu essen.
  • Sprechen Sie Ihre Angst vorher an. Ein kurzer Anruf oder ein Hinweis am Empfang gibt dem Praxisteam die Möglichkeit, sich auf Sie einzustellen. Wir nehmen uns gerne die Zeit für Sie und begleiten Sie besonders einfühlsam.
  • Vereinbaren Sie ein Stopp-Signal. Eine hochgehaltene Hand als Zeichen für „kurze Pause, bitte“ gibt Ihnen ein Stück Kontrolle zurück.
  • Nehmen Sie eine Vertrauensperson mit. Allein die Anwesenheit eines Menschen, dem Sie vertrauen und der Ihnen vielleicht mal die Hand hält, kann die Anspannung senken.

Auch eine Psychotherapie kann bei einer sehr ausgeprägten Angststörung sinnvoll sein.

Was WHITEART für Angstpatienten tut

In der Zahnarztpraxis WHITEART in Friedrichsdorf nehmen wir uns gerne Zeit für ein Vorgespräch ganz ohne Druck. Dabei erklären wir Ihnen jeden Schritt, damit Sie genau wissen, was passiert. So werden Sie nicht überrascht. Falls gewünscht, nehmen wir bei allen Behandlungen eine ausreichende örtliche Betäubung vor, damit Schmerz möglichst kein Thema wird. Bei Bedarf können wir auch eine Lachgassedierung anbieten – eine Option, die viele Angstpatienten als deutliche Erleichterung empfinden. So bekommen Sie fast nichts von dem Eingriff mit. Wie gut sie in Ihrem individuellen Fall passt, besprechen wir gemeinsam im Vorgespräch. Gerne nehmen wir uns Zeit für Sie und helfen mit unserer offenen Art und einfühlsamen Behandlung dabei, Ihre Zahnarztangst zu reduzieren.

Veneers: Ästhetische Frontzahnkorrektur ohne große Präparation

Ein Foto, auf dem Sie lieber die Lippen geschlossen halten. Ein Zahn, der seit Jahren dunkler wirkt als die anderen. Eine kleine Lücke, die beim Lachen sofort auffällt. Solche Kleinigkeiten stören viele Menschen oft mehr, als sie zugeben möchten. Denn gerade, schöne Zähne sind ein Idealbild, das sich viele wünschen.

Veneers schaffen hier eine Lösung, die auffällt – aber nur durch das Ergebnis, nicht durch den Aufwand. Diese dünnen Verblendschalen aus hochwertiger Keramik werden direkt vorne auf die Zähne aufgeklebt und verdecken so hartnäckige Verfärbungen, abgebrochene Zahnecken oder große Zahnzwischenräume. Das Ergebnis ist ein harmonisches, schönes Lächeln, ganz ohne teure Implantate.

Die Basis für Veneers ist die sogenannte Adhäsivtechnik: ein spezieller Klebstoff verbindet die Keramikschale fest mit dem Zahn. Das Ergebnis wirkt wie ein neuer, makelloser Zahnschmelz – nur eben genau in der Form und Farbe, die zu Ihrem Lächeln passt.

Warum Veneers so schonend sind

Der große Unterschied zur Zahnkrone: Für ein Veneer tragen wir deutlich weniger von Ihrer eigenen Zahnsubstanz ab. In vielen Fällen muss sogar gar kein Zahnschmelz angefasst werden. Wir bearbeiten außerdem nur die Vorderseite, und der Rest des Zahns bleibt intakt.

Ganz ohne jede Vorbereitung geht es allerdings nicht immer. Ob eine sogenannte Non-Prep-Versorgung möglich ist, bei welcher der Zahn kaum berührt wird, hängt von Ihrer individuellen Ausgangssituation ab: Zahnform, Zahnstellung und wie viel Korrektur Sie sich wünschen. Wir sprechen vorab mit Ihnen über Ihre Wünsche und entwickeln daraus ein individuelles Konzept. Dann geben wir Ihnen eine Einschätzung dazu, was in Ihrem Fall realistisch ist.

Wann Veneers die richtige Lösung sind

Veneers eignen sich besonders gut für:

  • Verfärbungen, die sich mit Bleaching nicht mehr ausreichend aufhellen lassen
  • kleine Lücken zwischen den Frontzähnen
  • leicht unregelmäßige Zahnform oder -stellung
  • abgesplitterte oder abgebrochene Zahnecken

Nicht jeder Fall ist für Veneers geeignet. Bei aktiver Karies, unbehandelten Zahnfleischerkrankungen (Parodontitis) oder starkem nächtlichem Zähneknirschen prüfen wir zunächst, ob eine andere Versorgung sinnvoller ist. Ihre Zahn- und Zahnfleischgesundheit steht immer an erster Stelle – erst danach geht es um die Ästhetik.

Wie die Behandlung abläuft

Am Anfang steht ein ausführliches Beratungsgespräch. Wir bestimmen gemeinsam die passende Zahnfarbe und besprechen, welches Ergebnis Sie sich vorstellen. Danach bereiten wir die Zähne vor – bei den meisten Patienten minimal, in geeigneten Fällen fast gar nicht. Ein Abdruck oder digitaler Scan geht anschließend in unser Dentallabor, wo Ihre Veneers individuell gefertigt werden. Sobald sie fertig sind, kleben wir sie fest auf und kontrollieren Biss und Passform. Zwischen Beratung und fertigem Ergebnis liegen meist nur wenige Wochen.

Wie lange Veneers halten

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde stuft labiale, also auf der Zahnvorderseite angebrachte Veneers als klinisch bewährtes Verfahren ein. In der Praxis bedeutet das: Bei guter Pflege halten Keramik-Veneers häufig zehn bis fünfzehn Jahre, teilweise auch deutlich länger. Wichtig ist also, dass Sie jeden Tag Ihre Zahnpflege gewissenhaft umsetzen. Auch regelmäßige Kontrollen und professionelle Zahnreinigungen in unserer Praxis helfen dabei, dass Ihnen die Veneers lange erhalten bleiben.

Was Sie zu Ablauf und Kosten wissen sollten

Da es sich bei einer rein ästhetisch motivierten Veneer-Versorgung um eine Leistung auf Ihren ausdrücklichen Wunsch handelt, treffen wir vorab eine schriftliche Vereinbarung mit Ihnen. So wissen Sie von Anfang an, was auf Sie zukommt – ohne Überraschungen. Die genauen Kosten der Veneers hängen von der Anzahl, Größe und individuellen Aspekten ab.

Ihr Lächeln, neu gedacht

Ob ein einzelner verfärbter Zahn oder ein rundum harmonisches Lächeln – Veneers geben Ihnen die Möglichkeit, kleine Unsicherheiten verschwinden zu lassen, ohne dabei viel von Ihrer eigenen Zahnsubstanz zu opfern. In unserer Praxis WHITEART in Friedrichsdorf beraten wir Sie gerne unverbindlich und schauen gemeinsam, ob Veneers die richtige Lösung für Sie sind, oder ob eine andere Möglichkeit wie ein schonendes Bleaching bessere Ergebnisse verspricht. Wir freuen uns darauf, Sie in unserer Praxis in Friedrichsdorf begrüßen zu dürfen.

Aligner-Zahnkorrektur: die unsichtbare Schienentherapie

Ob aus ästhetischen oder funktionalen Gründen: Schiefe Zähne stören viele Menschen erst im Erwachsenenalter wirklich. Dann stehen die meisten jedoch schon mitten im Leben und eine feste Zahnspange mit Brackets zu tragen kommt für viele nicht infrage. Gesucht wird eine unsichtbare Alternative, die die Zähne an die richtige Position bewegt. Gesucht werden Aligner. Diese durchsichtigen Schienen aus Kunststoff sind kaum sichtbar und komplett metallfrei. Alle Vorteile auf einen Blick.

Was sind Aligner – und was unterscheidet sie von der klassischen Zahnspange?

Aligner sind dünne, transparente Schienen aus biokompatiblem Kunststoff. Diese werden einfach über die Zähne gezogen und bewegen die Zähne langsam. Dies benötigt Zeit, daher werden die Schienen alle ein bis zwei Wochen gewechselt, jedes Mal mit minimalen Anpassungen. So wandern die Zähne Schritt für Schritt in die geplante Position.

Der große Unterschied zur festen Zahnspange ist, dass die Aligner nicht festsitzen. Sie können also zum Essen oder Zähneputzen herausgenommen werden. So kann nichts in ihnen hängenbleiben. Durch ihre Transparenz sind die Schienen quasi unsichtbar und fallen dem Gegenüber im Gespräch gar nicht auf, zudem behindern sie nicht beim Sprechen.

Für wen eignet sich eine Aligner-Zahnkorrektur?

Die Zahnkorrektur mit Alignern ist insbesondere für leichte und mittlere Zahnfehlstellungen gut geeignet. Bei größeren Kieferproblemen oder komplexen Fehlstellungen stoßen Aligner jedoch an ihre Grenzen. Daher ist anfangs eine präzise Diagnostik wichtig, um einschätzen zu können, ob die Aligner eine passende Lösung sind. Dabei werden die Zahnfehlstellung, der Biss und die Kiefergelenke genau angeschaut. Wichtig ist immer eine individuelle Planung durch den behandelnden Zahnarzt, um optimale Ergebnisse zu erreichen.

So läuft die Behandlung Schritt für Schritt ab

  1. Diagnostik und Planung: Digitaler Scan oder Abdruck, Röntgenbild, Behandlungsplan mit 3D-Simulation.
  2. Herstellung der Schienenserie: Die Anzahl der Schienen hängt davon ab, in welchem Ausmaß die Zähne bewegt werden sollen und ob es sich um einen leichten oder mittelschweren Behandlungsfall handelt.
  3. Tragen und Wechseln: Die Schienen tragen Sie täglich mindestens 20 bis 22 Stunden, jede Schiene bleibt ein bis zwei Wochen im Einsatz.
  4. Kontrolltermine: In regelmäßigen Abständen prüfen wir den Behandlungsfortschritt und passen bei Bedarf den Plan an.

Diese Vorteile schätzen unsere Patienten im Alltag

  • Unauffällig im Beruf: Im Meeting oder beim Vorstellungsgespräch fällt die Schiene kaum auf.
  • Flexibel beim Essen: Sie nehmen die Aligner einfach heraus – keine Einschränkungen beim Essen.
  • Einfache Zahnpflege: Zähneputzen und die Verwendung von Zahnseide sind wie gewohnt möglich, da keine Drahtbögen stören.

Worauf Sie bei der Wahl der Behandlung achten sollten

Nicht jede Aligner-Therapie ist gleich. Wichtig ist immer, dass die Behandlung von einer qualifizierten Praxis vorgenommen wird, die bei notwendigen Anpassungen flexibel reagieren kann. Dieser direkte Kontakt zwischen Patient und Zahnarzt ist entscheidend für den Erfolg der Aligner-Therapie.

In unserer Praxis WHITEART in Friedrichsdorf stehen wir Ihnen von der ersten Diagnostik bis zum letzten Schienenwechsel persönlich zur Seite. So behalten wir Ihren Behandlungsfortschritt jederzeit im Blick und begleiten Sie auf Ihrem Weg zu geraden, schönen Zähnen.

Sie überlegen, ob eine Aligner-Zahnkorrektur zu Ihnen passt? Vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei WHITEART in Friedrichsdorf. Gemeinsam finden wir heraus, ob diese Behandlung die richtige Wahl für Sie ist.

Zahnpasta kaufen: Worauf kommt es wirklich an?

Zweimal täglich sollten die Zähne geputzt werden. Doch damit sie wirklich sauber werden, kommt es nicht nur auf die richtige Zahnbürste an, sondern auch auf die passende Zahnpasta. Doch die große Auswahl in den Drogerien stellt viele unserer Patienten häufig vor die Frage: Welche Zahnpasta ist überhaupt die richtige? Dabei sind zwei Werte entscheidend, die auf vielen Verpackungen eher versteckt zu finden sind. Unsere Tipps, um die passende Zahnpasta zu finden.

Fluorid – der wichtigste Inhaltsstoff

Der Fluoridanteil der Zahnpasta ist entscheidend, denn das Fluorid stärkt den Zahnschmelz und damit den natürlichen Schutz der Zähne vor Bakterien und Säuren. Für Erwachsene empfehlen Zahnärztinnen und Zahnärzte eine Konzentration von 1.000 bis 1.500 ppm (parts per million) – diesen Wert finden Sie meist klein in der Inhaltsstoffliste auf der Verpackung. Wenn die Zahnpasta zweimal täglich genutzt wird, kann das Kariesrisiko um bis zu 40 Prozent reduziert werden. Eine fluoridfreie Zahnpasta verzichtet auf diesen Schutz.

Der RDA-Wert – kaum bekannt, aber wichtig

Der sogenannte RDA-Wert ist ein weiterer wichtiger Faktor beim Kauf von Zahnpasta. Die Abkürzung steht für relativen Dentinabrasionswert und beschreibt, wie stark die Zahnpasta den Zahnschmelz abschleift. Dabei gilt: Je höher der Wert, desto größer die Schmirgelwirkung. Haben Sie empfindliche Zähne oder freiliegende Zahnhälse, oder putzen Sie mit einer elektrischen Zahnbürste, sollten Sie auf einen Wert unter 50 achten. Das Problem ist jedoch, dass bei den meisten Produkten der Wert gar nicht angegeben und nur auf der Herstellerwebsite zu finden ist.

Whitening-Zahnpasten – was sie können und was nicht

Whitening-Zahnpasten setzen meist auf stärkere Schleifkörper, um Verfärbungen von der Zahnoberfläche zu entfernen. Das funktioniert – aber nur bei oberflächlichen Belägen, etwa von Kaffee, Tee oder Rotwein. Verfärbungen, die tiefer im Zahn sitzen, erreicht keine Zahnpasta. Der höhere RDA-Wert dieser Produkte kann jedoch bei einer täglichen Anwendung über Jahre zusätzlich am Zahnschmelz zehren. Ein sichtbarer Effekt zeigt sich außerdem erst nach mehreren Wochen regelmäßiger Anwendung – und verschwindet ähnlich langsam wieder, sobald Sie aufhören. Durch den hohen RDA-Wert ist Whitening-Zahnpasta für Personen mit empfindlichen Zahnhälsen nicht geeignet. Eine Alternative für hellere Zähne kann außerdem ein schonendes Bleaching sein, das wir etwa in unserer Praxis anbieten.

Hydroxylapatit – sinnvolle Ergänzung, kein Ersatz

In den vergangenen Jahren bewerben immer mehr Hersteller Zahnpasta mit Hydroxylapatit. Diese soll eine fluoridfreie Alternative sein. Bisher gibt es jedoch wenige Studien, die dies wirklich belegen. Zahnmedizinisch gilt der Stoff deshalb aktuell eher als sinnvolle Ergänzung, etwa zur Remineralisierung – aber nicht als gleichwertiger Ersatz für Fluorid. Wenn Sie auf Fluorid verzichten möchten, sollten Sie sich von Ihrer Zahnärztin beraten lassen.

Zahnpasta für Kinder – andere Regeln als für Erwachsene

Bei Kindern gilt eine andere Dosierung als bei Erwachsenen, abgestimmt auf Alter und Zahnentwicklung. Als Orientierung:

  • Ab dem ersten Milchzahn bis zum 2. Geburtstag: Zweimal täglich putzen, reiskorngroße Menge Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid.
  • Ab dem 2. Geburtstag bis zum Durchbruch der ersten bleibenden Zähne, etwa 6 Jahre: Zweimal täglich, jetzt erbsengroße Menge, weiterhin 1.000 ppm.
  • Ab etwa 6 Jahren: Umstieg auf Junior- oder Erwachsenenzahnpasta mit 1.450 ppm.

Eine Alternative zu fluoridhaltiger Zahnpasta sind Fluoridtabletten. Wichtig zu wissen ist, dass zu viel Fluorid gerade für Kinder nicht gut ist. Dadurch, dass Kinder außerdem viel der Zahnpasta schlucken, kann viel mehr Fluorid aufgenommen werden als gewünscht. Es kann dabei für Eltern gut sein, die Kinder beim Zähneputzen zu begleiten und sicherzustellen, dass die Zahnpasta auch ausgespuckt oder ausgespült wird.

Die richtige Wahl für Ihre Situation

Wenn Sie gesunde Zähne haben, ist eine fluoridhaltige Zahnpasta mit 1.000 bis 1.500 ppm und einem RDA-Wert zwischen 40 und 80 zu empfehlen. Bei empfindlicheren Zähnen oder freiliegenden Zahnhälsen lohnt sich eine Paste ohne Natriumlaurylsulfat (SLS) und mit einem RDA-Wert unter 50. Auch die Zahnbürste kann die Wahl der Zahnpasta beeinflussen, so sollte bei einer elektrischen Zahnbürste eine Zahnpasta mit einem niedrigeren RDA-Wert gewählt werden. Andere Beschwerden wie Mundtrockenheit wirken sich ebenfalls aus. Wir sprechen gerne mit Ihnen darüber und empfehlen Ihnen eine passende Zahnpasta, um Ihre Zahngesundheit zu fördern. Ihre Zahnärztin in Friedrichsdorf berät Sie gerne.

Karies früh erkennen: Diese Warnsignale sollten Sie nicht ignorieren

Karies macht sich erst einmal nicht bemerkbar. Kein Schmerz, kein Wackeln, kein sichtbares Loch – und trotzdem zerstört sie den Zahn von innen. Genau das ist das Problem. Wer wartet, bis es wehtut, wartet oft zu lange. Daher ist es wichtig, die genauen Anzeichen für Karies zu erkennen und frühzeitig einen Zahnarzt aufzusuchen.

Wie kommt es überhaupt zu Karies?

Viele Menschen denken, dass Karies mit einem Loch beginnt. Das stimmt aber nicht. Die wahre Ursache von Karies sind Bakterien. Diese kommen im Mund natürlich vor. Dort bauen sie etwa aus Essensresten und Zahnbelag Zucker ab. So entsteht eine schädliche Säure, die den Zahnschmelz angreift. Das alles findet auch jeden Tag in gesunden Mündern statt, schädlich wird es erst, wenn tiefergehende Schichten des Zahnschmelzes geschädigt werden.

Zu Beginn kann man noch gegensteuern. So kann der Körper den Zahnschmelz mit Fluoriden und Speichel remineralisieren. Wenn die Karies aber erstmal bis ins Dentin – also die weiche Zahnschicht unter dem Schmelz – durchgedrungen ist, ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Ohne diese kann sich der Nerv selbst entzünden. Anstatt einer Füllung kann also eventuell eine viel umfangreichere Wurzelkanalbehandlung notwendig werden. Daher lautet bei Karies immer die Devise: Früherkennung ist entscheidend, um eine schwerere Erkrankung zu verhindern.

Die frühen Warnsignale – was Sie selbst bemerken können

Es gibt Anzeichen, die Sie selbst wahrnehmen können – wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen.

Weiß-kreidige Flecken auf dem Zahn sind oft das erste sichtbare Zeichen. Das bedeutet, dass der Zahnschmelz Mineralien verliert. Auch Verfärbungen in Braun oder Schwarz können Anzeichen für Karies sein – müssen es aber nicht. Hier sollte sich ein Zahnarzt die Verfärbungen anschauen, da es sich dabei auch um Ablagerungen oder Verfärbungen durch Kaffee und Tee handeln kann.

Empfindlichkeit bezüglich Kälte oder Süßem ist ein weiteres Signal. Wer beim Trinken von kaltem Wasser kurz zuckt oder beim Essen von Schokolade ein Ziehen spürt, sollte das nicht ignorieren. Diese Symptome sind Anzeichen dafür, dass der Zahnschmelz dünner wird oder feine Risse entstehen.

Sichtbare Grübchen oder Einbuchtungen – besonders auf den Kauflächen der Backenzähne – können auf ein Loch hindeuten. Mit einem Spiegel und guter Beleuchtung lässt sich das manchmal erkennen.

Sie sehen: Die Symptome sind leider nicht immer eindeutig. Und das ist das eigentliche Problem.

Karies, die man nicht sieht – warum der Zahnarzt unersetzlich bleibt

Ein großer Teil der Karies entsteht genau dort, wo er schwer zu sehen ist: zwischen den Zähnen. Dies liegt daran, dass sich dort besonders gerne Ablagerungen bilden, die dann zu Karies führen. Selbst durch geschultes Personal lässt sich diese Karies mit dem Auge schwer erkennen. Dagegen hilft ein Röntgenbild.

Dies ist auch einer der Gründe, weshalb regelmäßige Untersuchungen beim Zahnarzt so wichtig sind: Sie sind kein Pflichtprogramm, sondern eine Vorsorge für gesunde Zähne. Wenn Patienten zweimal im Jahr zum Zahnarzt gehen, wird die Karies im Regelfall so früh erkannt, dass schwerwiegende Folgen ausgeschlossen werden können.

Dabei ist es wichtig, dass die Kontrollen auch dann durchgeführt werden, wenn es keine Beschwerden gibt. Denn das alte Sprichwort „Keine Beschwerden, kein Problem“ gilt bei Karies nicht. Karies verursacht erst sehr spät Schmerzen, dann ist die Behandlung jedoch viel aufwendiger.

Was tun, wenn Sie etwas bemerken?

Nicht abwarten. Das ist die kurze Antwort. Wenn Sie eine Verfärbung der Zähne bemerken oder das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt, sollten Sie einen Termin beim Zahnarzt vereinbaren. Desto früher ein Befund behandelt wird, desto kleiner wird die Füllung, desto kürzer die Behandlung und desto besser das Ergebnis. Wird Karies zu spät behandelt, kann sogar Zahnverlust die Folge sein. Dies gilt es zu vermeiden.

In der Zahnarztpraxis WHITEART in Friedrichsdorf nehmen wir uns für die Diagnose Zeit. Wir schauen nicht nur nach offensichtlichen Löchern, sondern prüfen auch die Zwischenräume – und erklären Ihnen, was wir sehen. Vereinbaren Sie doch gerne einen Termin bei uns!