Viele Menschen fürchten sich vor dem Besuch beim Zahnarzt. Schon beim Gedanken an den nächsten Termin beginnen sie zu schwitzen und das Herz schlägt schneller. Das Warten im Wartezimmer wird zur Qual und vielleicht werden sogar Termine immer wieder verschoben. Die Folgen sind nicht nur psychischer Stress, sondern können auch zahnmedizinische Probleme sein, wenn Termine nicht wahrgenommen werden. Wenn Sie sich hier wiedererkennen: Sie sind nicht allein! Und es gibt auch eine gute Nachricht: Man kann etwas dagegen tun.
Wie verbreitet ist Zahnarztangst wirklich?
Fast zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland kennen ein gewisses Unbehagen vor der Zahnbehandlung. Bei etwa 5 bis 10 Prozent geht diese Angst so weit, dass sie den Praxisbesuch tatsächlich verhindert oder sich massiv auf diesen auswirkt. Das zeigt die S3-Leitlinie „Zahnbehandlungsangst beim Erwachsenen“ der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Zahnarztangst ist damit kein Randphänomen, sondern ein anerkanntes und gut erforschtes Thema.
Woher kommt Zahnarztangst überhaupt?
- Frühere Erfahrungen. Viele Betroffene erinnern sich an eine schmerzhafte oder unangenehme Behandlung – oft aus der Kindheit. Das Gehirn speichert diese Erfahrung als negativ und sendet Warnsignale aus. Beim nächsten Termin ist die Anspannung sofort wieder da, selbst wenn objektiv gar keine Gefahr besteht. Häufig bleibt die Angst sogar bei einem Wechsel des Zahnarztes erhalten und in vielen Fällen bleibt sie ein Leben lang.
- Gelerntes Verhalten. Kinder übernehmen viel von ihren Eltern. Dazu zählen auch Ängste. Dies kann dazu führen, dass eine Zahnarztangst komplett ohne eigene Erfahrungen entsteht. Daher ist es wichtig, dass Kinder positiv mit dem Thema Zahnheilkunde in Berührung kommen.
- Persönliche Veranlagung. Manche Menschen empfinden Anspannung grundsätzlich intensiver als andere. Eine niedrigere Schmerztoleranz oder eine höhere allgemeine Ängstlichkeit können die Zahnarztangst zusätzlich verstärken.
Meist wirken diese drei Faktoren zusammen. Es gibt selten die eine Ursache. Es kann daher sinnvoll sein, die Ursache der eigenen Angst zu hinterfragen und diese auch dem Zahnarzt mitzuteilen. So kann die Behandlung angepasst werden.
Der Teufelskreis der Vermeidung
Angst führt zu Vermeidung. Vermeidung führt zu unbehandelten Problemen. Unbehandelte Probleme führen zu größeren, oft auch schmerzhafteren Eingriffen. Und genau das verstärkt die Angst vor dem nächsten Termin wieder. Dieser Kreislauf ist der Hauptgrund dafür, dass sich die Angst vor dem Zahnarztbesuch bei so vielen Menschen lange hält. Der Ausweg ist klar: ein Besuch beim Zahnarzt. Dabei muss gar keine Behandlung erfolgen, wir nehmen uns Zeit, um Ihnen zuzuhören und Ihre Sorgen zu verstehen. So bauen wir langsam Vertrauen auf, um die Angst Schritt für Schritt zu reduzieren, bis Sie sich irgendwann bereit für eine Behandlung fühlen.
Was Sie zu Hause tun können
Ein paar einfache Vorbereitungen nehmen Ihnen vor dem Termin Druck:
- Atmen Sie bewusst. Vier Sekunden einatmen, sechs Sekunden ausatmen. Längeres Ausatmen beruhigt den Körper und senkt damit den Stress.
- Wählen Sie den Termin bewusst. Ein früher Vormittagstermin bedeutet weniger Zeit zum Grübeln als ein Termin am späten Nachmittag. Planen Sie auch danach eine Belohnung ein, etwa einen guten Kaffee oder etwas Besonderes zu essen.
- Sprechen Sie Ihre Angst vorher an. Ein kurzer Anruf oder ein Hinweis am Empfang gibt dem Praxisteam die Möglichkeit, sich auf Sie einzustellen. Wir nehmen uns gerne die Zeit für Sie und begleiten Sie besonders einfühlsam.
- Vereinbaren Sie ein Stopp-Signal. Eine hochgehaltene Hand als Zeichen für „kurze Pause, bitte“ gibt Ihnen ein Stück Kontrolle zurück.
- Nehmen Sie eine Vertrauensperson mit. Allein die Anwesenheit eines Menschen, dem Sie vertrauen und der Ihnen vielleicht mal die Hand hält, kann die Anspannung senken.
Auch eine Psychotherapie kann bei einer sehr ausgeprägten Angststörung sinnvoll sein.
Was WHITEART für Angstpatienten tut
In der Zahnarztpraxis WHITEART in Friedrichsdorf nehmen wir uns gerne Zeit für ein Vorgespräch ganz ohne Druck. Dabei erklären wir Ihnen jeden Schritt, damit Sie genau wissen, was passiert. So werden Sie nicht überrascht. Falls gewünscht, nehmen wir bei allen Behandlungen eine ausreichende örtliche Betäubung vor, damit Schmerz möglichst kein Thema wird. Bei Bedarf können wir auch eine Lachgassedierung anbieten – eine Option, die viele Angstpatienten als deutliche Erleichterung empfinden. So bekommen Sie fast nichts von dem Eingriff mit. Wie gut sie in Ihrem individuellen Fall passt, besprechen wir gemeinsam im Vorgespräch. Gerne nehmen wir uns Zeit für Sie und helfen mit unserer offenen Art und einfühlsamen Behandlung dabei, Ihre Zahnarztangst zu reduzieren.




